— — —   DER SCHNITT IST OFFLINE   — — —

Schwerkraft

D 2009. R,B: Maximilian Erlenwein. K: Ngo The Chau. S: Gergana Voigt. M: Jakob Ilja. P: Frisbeefilms. D: Fabian Hinrichs, Jürgen Vogel, Nora von Waldstätten, Jule Böwe, Jeroen Williams, Thorsten Merten, Eleonore Weisberger, Fahri Ögün Yardim u.a.
100 Min. Farbfilm ab 25.3.10

Raus und runter

Von Eva Tüttelmann
Raus. Das ist der einzig mögliche Weg, den Frederik Feinermann noch sieht. Nachdem er jahrelang versucht hat, ein »normales« Leben zu führen, mit Bankjob und Sport, implodiert plötzlich sein gesamtes Weltbild, und er sieht sich an einem Wendepunkt: Nachdem er einem Kunden den Kredit kündigt, beendet dieser das Beratungsgespräch mit spontanem Suizid. Feinermanns Reaktion hat auch etwas Suizidales, denn er beschließt, seinem bisherigen Leben ein Ende zu setzen, macht das, was man sehr wohlwollend als »mal so richtig auf die Kacke hauen« bezeichnen könnte. Mal abgesehen davon, daß er auf ……


Odd Couple

Von Nikolaj Nikitin
Odd Couples und Buddy Movies gehören sicherlich zu den beliebtesten Subgenres der Filmgeschichte – seien es Jack Lemmon und Walther Matthau, die brillante französische Variante Pierre Richard und Gérard Depardieu oder der Klassiker Laurel und Hardy. Oft besteht das Duo aus dem gutmütigen Naiven (bürgerliches Elternhaus und solider Job, aber voller Einsamkeit und Selbstzweifel), der der aufregenden Welt des durchgeknallten, sympathischen und halbseidenen Draufgängers (in Dramen dann auch wirklich böse und kriminell, in Komödien immer doch mit dem Herzen am rechten Fleck) zu erliegen und ……


Die zweite Dimension

Von Sebastian Gosmann
Mit Frederik Feinermann konfrontiert uns Maximilian Erlenwein mit einem der komplexesten und interessantesten Charaktere, die der deutsche Film in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Unverhohlen präsentiert er uns gleich zu Anfang seines Langfilmdebüts einen Stalker beim Ausleben seiner Obsession. Damit verleiht er seinem Protagonisten von vornherein den Status eines Sonderlings und veranlaßt den Zuschauer dazu, Frederiks gesamtes weiteres Handeln immer auch im Lichte dieser pathologischen Disposition zu betrachten.

Erlenwein fügt seiner Figur eine weitere, individuelle Dimension hinzu ……

Medien

© 2012, Schnitt Online

Sitemap