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Die Handschrift von Saragossa

Rekopis znaleziony w Saragossie. PL 1965. R: Wojciech Has. B: Tadeusz Kwiatkowski. K: Mieczyslaw Jahoda. S: Krystyna Komosinska. M: Krzysztof Penderecki. P: Kamera Film Unit. D: Zbigniew Cybulski, Iga Cembrzynska, Elzbieta Czyzewska, Gustaw Holoubek, Stanislaw Igar, Joanna Jedryka, Janusz Klosinski, Bogumil Kobiela u.a.
182 Min.

Abschriften

Von Nikolaj Nikitin Eigentlich wissen wir doch alle, daß bei Filmfestivals die Retrospektive oft das eigentlich Spannende ist, gerade wenn sie einem Ausnahmeregisseur gilt, der im Ausland leider viel zu wenig bekannt ist. So geschehen diesen Sommer in Wrocław, wo eine wunderbare Retrospektive des herausragenden polnischen Regiemeisters Wojciech Jerzy Has lief. Als absolutes Highlight stach sein Hauptwerk Rękopis znaleziony w Saragossie (Die Handschrift von Saragossa, 1965) hervor. Ein surrealistischer Film über die Unmöglichkeit des Entkommens: Egal wohin man flieht, man endet in derselben Situation – sicherlich als Reflexion auf die damalige politische Lage in Polen. Das ist einer jener Filme, die einen, wenn man sie auf der großen Leinwand sieht, fesseln, umhauen und den Glauben ans Kino wiedergeben, die trotz ihres Alters hochaktuell in Form und Inhalt wirken und eine narrative Struktur vorlegen, die in der Filmgeschichte lange ihresgleichen suchen kann. Sei es nun einer der wichtigsten polnischen Filme oder auch der Lieblingsfilm von Scorsese, Coppola und Co. – auf jeden Fall ist es einer, der wärmstens jedem ans Herz gelegt sei. Ab und zu läuft er vereinzelt in deutschen Programmkinos – also Augen aufhalten, wie auch nach den übrigen Filmen des Filmgenies Wojciech Jerzy Has. 2010-12-15 09:27

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gesehen auf dem Era New Horizons in Wrocław

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Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #60.
© 2012, Schnitt Online

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