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Berlinale 2012

62. Internationale Filmfestspiele Berlin. D 2012. L: Dieter Kosslick.
Berlin, 9. – 19.2.12
04

Wache Momente

Von Cornelis Hähnel
Es ist Halbzeit bei der Berlinale. Mittlerweile sind Geist und Körper übermüdet, doch zum Glück gibt es immer wieder Filme, die einen vor Begeisterung hellwach werden lassen. Dazu gehört Barbara, der neue Film von Christian Petzold. Nina Hoss spielt darin die Kinderärztin Barbara, die im Sommer 1980 die DDR verlassen möchte. Nachdem ihr gestellter Ausreiseantrag abgelehnt wurde, wird sie von Berlin in die Provinz strafversetzt. Mit Hilfe ihres Liebhabers aus dem Westen plant sie ihre Flucht über die Ostsee, doch während sie wartet, kommt sie ihrem Kollegen André näher. Auch mit Barbara ……


03

Ungeschminkt

Von Marieke Steinhoff
Auch wenn der Wettbewerb dieses Jahr mit Filmen wie Barbara, Cesare deve morire oder Jayne Mansfields's Car zu Recht viel positive Resonanz findet, die kleinen Besonderheiten trifft man oftmals jenseits des roten Teppichs im Internationalen Forum des Jungen Films. Zwei US-Independent-Filme, über die die Autorin eher zufällig stolperte, blieben dabei besonders im Gedächtnis haften.

In For Ellen begibt sich ein junger Rockmusiker namens Joby auf eine Reise in seine Vergangenheit – zu seiner Ex-Freundin und Noch-Ehefrau und deren gemeinsamer sechsjährigen Tochter, zu der er bis dato ……


02

Die Macht des Körpers

Von Marieke Steinhoff
Nachdem man üblicherweise zu Beginn der Berlinale noch voller Energie und Euphorie Richtung Potsdamer Platz fährt, ist drei Tage später zumindest von ersterem nicht mehr viel übrig: Der Magen verdorben (Sandwich, Kaffee, Sandwich, Kaffee), die Augen rot, der Blick schon leicht getrübt. Die Kollegen husten und sehen ähnlich zerstört aus. Der Körper wehrt sich, der Kopf versucht der Müdigkeit zu trotzen.

Viel Körpereinsatz gab es derweil auf der Leinwand zu sehen. In dem Panorama-Beitrag Elles von der polnischen Regisseurin Malgoska Szumowska kämpft sich Anne, gekonnt selbstironisch ……


01

Zeitverschiebung

Von Cornelis Hähnel
So, es ist mal wieder soweit, die Berlinale bringt wieder mit einer Fülle von Filmen Publikum, Kritiker und Branche um den Verstand und den wohlverdienten Schlaf. Und auch die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin wollen ihr Profil als politisches Festival schärfen. So war auch der Eröffnungsfilm von politischer – wenn auch historischer – Natur.

Les adieux á la reine von Benoît Jacquot erzählt von den Anfängen der Französischen Revolution. Die junge Sidonie Laborde ist Vorleserin für Marie Antoinette und lebt, wie viele andere Bedienstete, am Hofe des Königs Ludwig XVI. Als ……

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