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Der letzte Wagen

The Last Wagon. USA 1956. R,B: Delmer Daves. B: James Edward Grant, Gwen Bagni Gielgud. K: Wilfred M. Cline. S: Hugh S. Fowler. M: Lionel Newman. P: Twentieth Century-Fox. D: Richard Widmark, Felicia Farr, Susan Kohner, Tommy Rettig, Stephanie Griffin, Ray Stricklyn, Nick Adams, Carl Benton Reid u.a.
95 Min. Koch Media ab 28.1.11

Sp: Deutsch (DD 2.0), Englisch (DD 4.0). Ut: keine. Bf: 2.35:1 anamorph. Ex: Booklet, Kinotrailer, Bildergalerie.

Das letzte Rad am Wagen

Von Tina Hedwig Kaiser In der Edition Westernlegenden von Koch Media folgt nun die Nummer 3: Richard Widmark gibt in Der letzte Wagen aus dem Jahr 1956 den romantischen Einzelkämpfer Todd, der als Weißer bei den Comanchen aufgewachsen ist. Als seine indianische Frau und seine zwei Söhne von Weißen ermordet werden, nimmt er Rache und wird gefangengenommen. Mit seinem Peiniger, der ihn für ein Kopfgeld zum nächsten offiziellen Galgen bringen will, trifft er auf einen Wagentreck. Sie schließen sich den Siedlern an. Hohn und Mißgunst genauso wie Anteilnahme und Interesse schlagen hier Todd entgegen, der nun seine Tage angekettet an einem Wagenrad fristet. Doch feindliche Apachen überfallen die Siedler und Comanchen-Todd wird plötzlich die einzige Chance der wenigen Überlebenden. Mit Hilfe eines einzigen noch intakten Wagens sind sie auf sein Wissen angewiesen, um durchs feindliche Indianerland zu kommen. Todd und die Siedler machen sich also auf den Weg…

Regisseur Delmer Daves ist einer der ersten US-amerikanischen Regisseure, der aus seiner Faszination und Sympathie für Amerikas Ureinwohner keinen Hehl machte. Seine Western zählen dergestalt zu den ersten »indianerfreundlichen« Western überhaupt. Er selbst arbeitete als Requisitenjunge bei den Dreharbeiten zu James Cruzes Der Planwagen. Im Anschluß an diese Dreharbeiten, so die Legende, schmiß er sein Studium und lebte bei den Hopi und Navahos.

Und dennoch – aus Kindheitstagen mag man diesen Film noch gut in Erinnerung haben – heute hat man so seine Probleme mit dem Drehbuch: der Held wird eingeführt, indem er seinen Rachefeldzug durch einen Schuß in den Rücken eines Opfers eröffnet. Erster Fauxpas! Zweites Problem: die Liebesgeschichte zwischen Comanchen-Todd und einer Siedlerin. Todd wird geschwätzig und sentimental. Man könnte aber auch einfach sagen: so hat man einen lonesome Krieger noch nie gesehen. Immerhin mit damals noch ebenso ungewohnten Landschaftsaufnahmen von Wilfred M. Cline. Irgendwie halt doch ein Klassiker. 2011-03-30 09:57

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